Montag, 1. Mai 2017

Ein gutes halbes Jahr...

Auf den Tag genau ist es jetzt her, dass wir die erste Nacht alle zusammen im neuen Heim verbracht haben, so schnell ist die Zeit vergangen.

Das teilweise schöne Wochenende ist weidlich ausgenutzt, das erste Grillen auf der nahezu fertigen Terrasse (noch ist kein Sand eingekehrt und es müssen noch kaputte Steine getauscht werden). Das Dach begeistert uns jeden Tag mehr, der Hausherr hat auch die Elektrik vernünftig hinbekommen.

Kleine Baustellen schließen sich langsam, die Pflanzsteine sind teilweise gesetzt und schon mit Beton verfüllt. Die Handläufe sind im Flur verschraubt, die letzten Schränke im HWR angebracht und gefüllt. Bis jetzt hat jedes Wochenende ein bisschen mehr Heimat, ein bisschen mehr "unser Haus" gebracht. Jeder Tag erfüllt mit Freude und Stolz, es ist immer noch die schönste und erfüllenste Entscheidung des letzten Jahres. Wer mag, liest noch einmal die Posts vom Beginn, am Mittwoch vor einem Jahr wurde das Fundament erstellt und der erste Spatenstich war bereits erfolgt.

Sonntag, 23. April 2017

Willst du ein Leben lang glücklich sein,...

...dann leg dir einen Garten an.

Gesagt, getan. In den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit dem Thema "Garten" beschäftigt. Vor allem ein teures Thema (aber was ist an einem Haus schon günstig?😉).

Zunächst haben wir überlegt und geplant, wie der zukünftige Garten denn aussehen soll. Welche Flächen werden zu Rasen, wo kommen Wege, wo eine Terrasse, welche Spielgeräte möchten wir. Angefangen zu planen habe ich schon als wir noch gar kein Haus hatten, einfach weil es so schön war. Und natürlich irrsinnig viel gelesen, ich habe Zeitschriften besorgt, Bücher gelesen, Blogs inspiziert und natürlich WDR Gartenzeit geschaut. Und tausende Bilder bei Pinterest gespeichert. An dieser Stelle sei der Blog "Ein Schweizer Garten" http://schweizergarten.blogspot.de/ sehr empfohlen. Tolle Tipps, schöner Garten, hier schaue ich immer einmal vorbei, besonders, als es um die Frage des richtigen Umgangs mit Rasen ging.

Der Plan sieht jetzt erst einmal ganz bescheiden vor, dass wir nur Rasen anlegen und uns später um Beete, Bäume, Sträucher, Naschgarten, Rosenbeete etc. kümmern. Ich habe ja noch ein paar Jahre Zeit, etwas anzulegen. Jetzt möchte ich nicht in Blumen investieren, die dann doch nicht passen oder nicht für die Erde geeignet sind.

Bis dato haben wir uns also um die Grundlagen gekümmert. Die sind Folgende gewesen:

  • Mutterboden kaufen und verteilen
  • weiteres RCL kaufen und verteilen (wir müssen noch 20 cm anheben, damit wir auf einen ebenerdigen Ausgang hinten kommen)
  • Sand für Beton kaufen
  • Pflaster kaufen (zunächst 75qm für die Terrasse, die Gehwege und Einfahrt werden wir erst machen, wenn die Straße fertig ist, sonst ist der Höhenunterschied später ein Problem)
  • Randsteine für die Terrasse und den Spritzschutz
  • grobe Steine für den Spritzschutz
  • L-Steine um die Terrasse zum Nachbarn abzustützen
  • Massenweise Pflanzsteine um die hintere Mauer zu verstärken
  • Angebote für Zäune zu den Nachbarn sind eingeholt und werden bei Zeiten umgesetzt
  • eine Terrassenüberdachung (Aluminium mit Glaseinsätzen und Beleuchtung, ein absolutes Highlight für den Sommer)
Der Hausherr und ich haben in der letzten Woche das RCL händisch verteilt, gleiches haben wir mit dem Mutterboden versucht, allerdings nach einem Hügel aufgegeben und einen Bagger kommen lassen, 130t waren dann doch zu viel. 16t RCL sind aber in drei halben Tagen gut zu machen.

In der kommenden Woche werden wir das RCL verdichten, die Begrenzung und L-Steine betonieren und dann den Split vorbereiten um die Pflastersteine zu verlegen. Zum Ende der Woche kommt das Dach, dafür ist es besser, die Terrasse noch nicht fertig verlegt zu haben, damit die Fundamente ordentlich gegossen werden können. (UPDATE: Natürlich hat uns der Lieferant hängen lassen, das Dach ist dann doch zwei Wochen später gekommen. Aber. Das Warten hat sich gelohnt, Bilder s.u.)
Dann wird der Split aufgebracht und die Steine verlegt und eingekehrt. Pflanzsteine aufbauen, fertig!

Kurz zur Steinwahl: Wir haben uns nach zehn Minuten Beratung für Pflaster von Kann entschieden, das ist ein Betonwerk, welches hier in NRW unter anderem in Übach-Palenberg produziert. Beziehen muss man die Steine allerdings über den Fachhandel, Kann selber verkauft nur Restposten.
Wir haben den Stein "Stratos" in titangrau ausgewählt, der hat uns beiden spontan gefallen. Ihn gibt es in der Größe 30x30 und 60x30, auf die Terrasse kommt er im größeren Format. Da er eine Höhe von 8 cm hat, könnten wir ihn problemlos auch für die Einfahrt und die Stellplätze benutzen, ich bin diesbezüglich aber noch nicht ganz sicher. Es gibt da ähnliche Steine in der Nachbarschaft, die bei dauerhafter Nutzung Reifenspuren zeigen, angeblich ist das ganz normal und kein Mangel, den der Hersteller anerkennt. Ich fände das trotzdem total ärgerlich. Bis nächstes Jahr muss ich da noch einmal tief in mich gehen und eine Lösung finden, mit der ich 30 Jahre leben kann. der Hausherr und ich werden beraten und berichten.

Allgemeine Gedanken zum Garten und Entscheidung für ein Dach: Wenn dir ein erfahrener Häuslebauer und bereits Gartenbesitzer erzählt, was ein Garten selbst mit minimaler Ausstattung und viel Eigenleistung kostet, dann wirst grün um die Nas. Freilich, ohne Garten ist auch nix und wie lange habe ich mich auf den Moment gefreut, einen Garten zu haben, anzulegen und pflegen. Wunderbarerweise habe ich überhaupt keine Ahnung davon, wir hatten zwar als ich Kind war einen Garten, der aber durfte in völliger Wildheit einfach wachsen und ehrlich gesagt, stirbt bei mir alles, was nicht von alleine und ohne Pflege überlebt (oder meine inkompetente Pflege). Wir säen wohl zunächst vornehmlich Rasen und bestücken diesen mit den üblichen Verdächtigen der Kinderbespaßungsindustrie. Eine Schaukel/Rutsche liegt immer noch im Garten des Schwagers, die wird wohl aufgebaut werden. Und vielleicht ein Trampolin-vielleicht. Alles weitere werden die nächsten Jahre zeigen.
Die Entscheidung für das Dach kam vornehmlich, weil unsere Nachbarn eines haben machen lassen. Und es sah so unglaublich toll aus, wir haben lange diskutiert und dann entscheiden, dass wir jetzt schon einige Dinge bereuen nicht getan zu haben, das wollten wir nicht mehr riskieren. Es hat sich gelohnt, ganz, ganz ehrlich! Vergleiche von Anbietern hatten die Nachbarn schon übernommen, die Firma hat bis auf die Verzögerung gut und zuverlässig gearbeitet.

Das grüne Gold-oder was kostet ein Garten?
Ehrlich, ich habe (noch) keine Ahnung. Und der Hausherr hat mir streng verboten über Geld zu sprechen (tut der Deutsche an sich nicht gerne). Ich empfehle daher jedem, der einen Eindruck bekommen möchte diesen Blog http://www.haus-bau-blog.de/garten/kosten-garten-aussenanlagen-hausbau/. Dort habe ich so, so, so oft geschaut, er wird seit 2012(?) mit sehr viel Liebe gepflegt und hat alle Kosten (vom ersten Spatenstich an) detailliert aufgelistet. Natürlich sind diese seitdem ordentlich gestiegen, aber es wird immer noch über jedes Projekt ausführlich berichtet. Toller Blog!
Dennoch, nehmt genügend Geld in die Hand, es kostet. Und bei uns waren die tatsächlichen Kosten für Arbeitsleistung ein Miniminifaktor. Erde, Steine, Split, mal, hier, mal da. Es läppert sich. Wir werden nächstes Jahr noch einmal einiges drauflegen für den vorderen Bereich, aber hinten sieht schon echt prima aus.

Wofür man seinen Urlaub nutzt
Der Hausherr und ich haben die letzten Wochen für den Garten verbraten. Er hat draußen gearbeitet, ich habe innen die letzten Handgriffe getan und erste Projekte durchgeführt. Der April hat uns noch einmal auf eine neue Ebene im Haus gebracht, es ist so schön zu sehen, wie es immer mehr Gestalt annimmt und zu unserem wird.

Aber nun, ein paar Impressionen:

Das Haus ganz blanko, der Garten noch öde, nur ein wenig Kies zeigt, wohin einmal die Terrasse kommen soll.

Der Mutterboden ist schon verteilt, jetzt kommt das RCL um das Niveau anzugleichen.


Die Garage muss an die Kanalisation angeschlossen werden.

Die ersten Randsteine zur Begrenzung der Terrasse sind gesetzt und betoniert. Zum Nachbargrundstück mussten wir mit LSteinen abstützen.

75qm=13 Paletten Steine

Nach verdichtetem RCL kommt Verlegesplit.

Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, geht es schnell vorwärts.

Nach einer Woche Arbeit ist 1/3 geschafft und wir konnten zum ersten Mal auf der Terrasse grillen.

Nach zwei Wochen Arbeit ist die komplette Terrasse fertig, nur die Löcher für das Dach sind noch offen. Den Anschluss ans Haus haben wir durch Noppenfolie abgedichtet und uns dafür entschieden, doch den Weg ums Haus zu legen und den Spritzschutz schon fertigzustellen. (Toll, toll, toll)

Der hintere Bereich war durch Stacheldraht begrenzt, der Hausherr hat ihn entfernt, die Mauer gereinigt und die Steine, welche auf die Mauer sollen schon einmal in der hinteren Bereich gebracht.

Mal ein Blick von oben, mit fertiger Terrasse , sauberer Mauer und fast fertigem Weg ums Haus.

Der rechte Bereich vom Haus. Dort wo die Tonnen stehen soll ein Gartenhäuschen stehen. Vor der Abgrenzung werden zwei weitere Stellplätze entstehen (next year)

Der Aufbau beginnt.



Und am Ende steht ein tolles Dach und die Stützen passten auch.


Sogar der Spritzschutz ist fertig...auch schon im vorderen Bereich.


Eins der Projekte. Eine alte Bank in neuem Glanz.


Zusätzlichen haben wir endlich den Treppenaufgang gestrichen und die Lampen angebracht. Auch der HWR ist verputzt (mit Rollputz, absolutes s*Zeug) und neue Ordnung im Raum ist auch da. Jetzt müssen noch die neuen Schränke angebracht und das Waschbecken eingebaut.




Samstag, 1. April 2017

Alaaf

Während um uns herum die tollen Tage toben, ist wieder ein neuer Monat im nun nicht mehr ganz neuen Haus vergangen. Im Haus ist gar nichts mehr passiert, ist aber ja auch nicht mehr so viel zu tun. Dennoch, Kleinigkeiten müssen natürlich schon gemacht werden.
In der Küche wurde die Tür auf Kosten des Küchenstudios getauscht (Anschlagwechsel), wir konnten ja leider die Tür vom Kühlschrank nicht adäquat öffnen. Und weil der Apotheker blöd in der Schiene lief, kam Küchen Aktuell noch mal vorbei um es zu richten. Wenn der Handwerker schon einmal da ist, haben wir die Chance genutzt und noch kleine Fehler moniert. Jetzt quietscht die Tür vom Kühlschrank nicht mehr, die Besteckschublade geht nimmer von alleine auf und auch der Wasserhahn hat einen Anschlag, der deutlich logischer ist vorher. Et wird!
Apropos et wird, seit etwa zwei Wochen haben wir tatsächlich superdupertolle und moderne LED Straßenlaternen. Nun kann man hier nachts problemlos draußen bleiben und sogar etwas sehen.

Samstag, 14. Januar 2017

Die erste Zeit, goods and fails

Ich hatte es ja versprochen, der Blog sollte trotz der Beendigung der unmittelbaren Bauphase weitergeführt werden. Nicht mehr so häufig, aber dennoch regelmäßig.
So wie es die echten Blogger machen, steht jeder Post zukünftig unter einem Thema, je nachdem, was bei uns gerade ansteht.

Auch wenn man uns prophezeit hat, man mache nichts mehr am Haus, wenn man einmal drin ist und Anstehendes werde zurückgestellt, bis man irgendwann mit dem Mangel leben gelernt hat, wir stellen uns dagegen. Zumindest, wie das Budget es zulässt.
Die Woche nach Weihnachten haben wir genutzt und den Flur noch einmal in Angriff genommen. Wir hatten ihn ja weder zu Ende tapeziert, noch gestrichen. Einfach, weil ein Umzug und die erste Zeit viel Dreck und auch ein paar Macken mit sich bringt. Wir haben also die Kids organisiert und noch einmal die Malerrolle aus der Garage gekramt. In zwei Tagen haben wir es zumindest geschafft den Flur unten und oben zu streichen und die letzten Reste zu tapezieren. Ich kann nur sagen, Flur streichen macht keinen Spaß. Es müssen fürchterlich viele Türen/Rahmen und Ecken vorgestrichen werden. Dafür ist der Effekt richtig toll. Dazu konnten wir endlich die Lampen im Flur aufhängen und ich kann nur sagen, da hat Ikea zu Recht den Designpreis bekommen, sie sehen grandios aus und machen ein fantastisches Licht.
Auch im Obergeschoss hängen nun alle Lampen, die Zimmer sind komplett eingerichtet und ich hatte auch schon Zeit, erste Optimierungen vorzunehmen. Die ersten Gäste nächtigten im Herrenzimmer, das Gästebett hat sich bewährt.

Nachtrag 14.01.2017
Heute ist der Umzug, zumindest für mich, offiziell zu Ende. Ich habe die letzten vier Kartons ausgepackt. Jetzt gibt es keine Kartons mehr, jetzt müssen wir nur noch optimieren. Und das natürlich an alle Ecken und Enden...
Und natürlich muss noch jede Menge zu Ende gebracht werden. Das Motto für dieses Jahr in Bezug auf die Ziele der Erwachsenen in dieser Familie lautet daher: "Home"!

Was wir also noch erledigen möchten:
-Die Treppe mit einem Belag versehen (wobei das im schlimmsten Fall auch noch ein Jahr so geht, weil noch einmal teuer-teuer).
-Das Treppenhaus streichen.
-Den HWR streichen und optimieren (d.h. die Spüle, samt Unterschrank einbauen, Oberschränke aufhängen, Vorratsschrank streichen, Garderobe aufhängen, Wäscherutsche verkleiden).
-Die letzten Lampen aufhängen (Treppenhaus, Außenlampen, Hauseingang, Speis).
-Das Haus wohnlich machen, besonders durch Bilder. Da ich hier aber ein festes Konzept habe, stelle ich es zurück, bis ich die optimalen Rahmen, Bilder und Befestigungsarten habe. Vermutlich muss ich da auf meine Tante warten, das war einmal ihr Job und sie hat da ein Händchen für).
-DER GARTEN (Mutterboden, Rasen, Pflanzen, Terrasse, Gartenhäuschen).

Am meisten Bauchweh macht mir der Garten und die damit verbundene Pflasterung/Gestaltung. Freunde und Experten lassen natürlich nach oben keine Grenze, setzen aber mindestens 10.000€ an. Was für eine enorme Summe, mal wieder. Dabei wollen wir eigentlich zunächst bescheiden bleiben und erst einmal nur Rasen legen und eine ordentliche Terrasse anlegen. Vermutlich wird es auf einen einfachen Betonstein hinauslaufen, für unsere Bedürfnisse ist ein Naturstein vermutlich zu pflegeintensiv und natürlich auch viel zu teuer. Selbst ein Mittelklasse Betonstein kostet enorm viel. Wir werden uns in den nächsten Monaten darum kümmern und natürlich hier berichten. Den HWR möchten wir übrigens mit Rollputz streichen, ohne Tapete.

Die nächsten Blogposts werden von den (langsamen) Fortschritten und Restarbeiten berichten, aber zusätzlich möchte ich auch noch einmal ein Fazit ziehen und meine beliebtesten Blogs vorstellen (besonders die, die auch einmal über die Kosten berichten)!

Bis zum nächsten Monat...

Sonntag, 20. November 2016

Was bisher geschah...

...wir haben es geschafft. Seit zwei Wochen wohnen alle Familienmitglieder im neuen Heim. Der Endspurt zum Umzug und der Umzug selbst haben wunderbar funktioniert. Der Hausherr (ich wechsel mal die Bezeichnung), hat in der letzten Woche, in welcher die Damen des Hauses schon im neuen Heim residierten, stramm die letzten Pack- und Abbauarbeiten durchgeführt. Die letzte Nacht vor dem endgültigen Umzug verbrachte dann die ganze Familie noch einmal in der alten Wohnung (die Kinder zwischen Kisten auf Matratzen auf dem Boden, wir auf dem Sofa). Pünktlich am Morgen waren alle Helfer da, die Kinder zogen ab zur Oma und schon um zwei konnten wir in Richtung Haus düsen, mit pickepackevollem 7,5t LKW. Die Männer haben geschleppt und ich den Keller ausgeräumt (was da alles reingeht, dabei hatte ich schon soooo viel weggeschmissen). Witzigerweise ging das Ausladen total schnell, einfach eine Kette gemacht und ich habe nur Regie geführt. Hierhin, dahin, hoch, runter, ganz nach oben. Daher konnten wir gleich Samstag noch Regale im Arbeitszimmer aufbauen, Schlafzimmerschrank aufbauen, Kinderzimmerschrank aufbauen, Tische aufgebaut. Und Bett aufgebaut. Um sieben Uhr abends waren alle Helfer weg, um elf hatten wir den LKW wieder in Köln (SIXT 24h Stunden Service mit ADAC lohnt sich allemal). Die erste Nacht endete schon um sechs. Da die Hausfräuleins mittags kamen, sollten zumindest diese Zimmer fix und fertig sein. (Natürlich geschafft, Mutti ist einfach die Beste und Schnellste!)
Die darauf folgenden Wochen waren angefüllt mit viel Arbeit und dem Verlangen, das Haus so schnell wie möglich wohnlich und zu unserem zu machen. Mit dem Stand heute gibt es keinen Raum, der nicht nahezu eingerichtet ist. Wir haben uns entschieden, die alten Möbel des Wohnzimmers auf andere Räume zu verteilen. Teile sind im Herrenzimmer, der große Schrank ist nun für Vorrat und Putzwaren zuständig und die Vitrine steht in der Garage und ist zukünftig ein weiterer Ort der Aufbewahrung. Waschmaschine und Trockner laufen und der Raum ist eingerichtet. Das Herrenzimmer nimmt seit diesem Wochenende Gestalt an, nächstes Wochenende übernachten dort die ersten Gäste, daher sollte er dann gästefein sein.
Das kleine Bad wird regelmäßig genutzt, Duschvorhang, Schrank und Lampe hängen schon. Der Flur ist komplett (nur natürlich nicht gestrichen, daher sind auch die Lampen nicht montiert. Der Lebensraum bietet natürlich viel Raum zum abarbeiten. Aber die Küche ist gut eingerichtet, auch wenn ich sie noch immer umräume und optimiere. Das Esszimmer hat jetzt auch eine Lampe und dient als Essplatz für die Familie. Dieses Wochenende haben wir die Wohnzimmerwand aufgehängt, der Hausherr hat lange an den Kabeln gefummelt und den Fernseher aufgehängt (schaut schick aus). Natürlich ist die Wand so montiert, dass auch der Traum des Hausherrn zukünftig erfüllt werden kann (was auch immer wir mit einem 55´ Fernseher machen). Auch das Projekt, mein Arbeitszimmer fein zu machen, konnten wir erfüllen. Die Regale stehen und sind thematisch sortiert, nun fehlt noch ein Schreibtisch und ein Sofa. Beides kommt als Spende von der Familie, aber da es besonders ein Raum zum abstellen ist, passt das ganz gut.
Das Schlafzimmer hat heute den Kronleuchter bekommen und die neuen LED Lampen lassen ihn wunderschön zur Geltung kommen. Unsere Idee vom Einbauschrank im Bad hat wunderbar funktioniert, so kann man auch 800€ (minimum) sparen. Ganz verliebt bin ich den Speicher, so wahnsinnig viel Platz. Wie gut, dass wir ohne Keller gebaut haben (seit es hier ständig regnet, bin ich noch dankbarer, wir sind definitiv in einem See/Sumpf). Der Keller war so voll und der Dachboden ist so leer. Im Moment schmeiße ich mit Freude weg und sortiere alles aus, was nicht gebraucht wird. Nur das Wichtigste darf bleiben, alles muss weg, was nicht gebraucht wird. Dennoch ist der Dachboden übersichtlich nach Themen sortiert und man kann alles schnell und unkompliziert finden. Die Garage ist mittlerweile eingerichtet, kann aber noch nicht befahren werden, da Unterstände für Tische, Mülltonnen etc. fehlen. aber wir haben immer noch fest vor, darin auch ein Auto zu parken.

Zukünftig schreibe ich nur noch einmal im Monat, so viel Neues gibt es ja jetzt nicht mehr. Die nächsten Bilder gibt es dann in der Weihnachtszeit, dann schaut das Häuschen bestimmt auch schöner aus.

Freitag, 4. November 2016

DIY - Teil 2

Die letzten zwei Wochen:

In wirklich sehr strammen Tagen haben wir das Haus von baufirmafertig zu einzugsfertig verwandelt. Dafür hat der Bauherr jeden Tag bis zwölf, teilweise sogar bis zwei Uhr nachts gearbeitet. Und dazu viele, viele liebe Freunde und Familie die uns so viel geholfen haben, auch wenn es mal bis nachts gedauert hat.
Eine gute Basisstation zur Versorgung der Arbeiter.

Tapezieren mit vollem Einsatz.



Alle Zimmer bis auf unsere Knobelstelle Treppenbrüstung sind nun tapeziert. Wir haben alle Fugen mit Acryl ausgespritzt, so sind alle Wandanschlüsse perfekt geworden. Auch wenn die Tapeten nicht hundertprozentig geworden sind, so kann man kleine Fehler ausbessern. Vorher haben wir die Wände grundiert und da wo es nötig war noch geschliffen. Gestrichen sind auch alle Wände, sogar die Sonderfarben der Kinderzimmer sind fertig. Auch unsere tolle Mustertapete im Schlafzimmer und im Gitarrenzimmer sind an die Wand gebracht.
Eine Steinwand, täuschend echt, aber nur Tapete.

Für diese Arbeiten haben wir genau eine Woche gebraucht.

Am Samstag der zweiten Woche wurde der Boden mit Ausgleichsmasse gespachtelt. Danach musste er geschliffen werden und mit Haftgrund grundiert. Die zweite Woche der Eigenleistungen war dem Legen der Böden gewidmet, entgegen der Befürchtungen hat es prima funktioniert. Die reine Flächenlegung ging total schnell, einen Raum schafft man locker in ein bis zwei Stunden. Was total aufhält sind die Schneidearbeiten und kleinen Fitzelstückchen. Aber wir haben das ganze Haus (bis auf die Treppe) in sieben Tagen fertig mit Boden ausgelegt. Er sieht wirklich klasse aus!



Der Boden ist gespachtelt und geschliffen.

Der Boden, der im ganzen Haus außer in den Schlafzimmern und Bädern liegt. Sieht super aus.

Das Wohnzimmer mit der grauen Wand an der zukünftig das TV hängen wird.

Mein Arbeitszimmer, hier ist der Boden wie in allen Schlafräumen heller.

Die Packarbeiten in der Wohnung gingen natürlich parallel weiter, die meisten Kartons waren schon gefüllt. Das Highlight der zweiten Woche war die Lieferung und der Aufbau der neuen Küche udn ich musste arbeiten, wie schrecklich. Der Hausherr hat ganz blasphemisch den neuen Herd mit ein TK Pizza eingeweiht. Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen.


Die Küche ist ein Traum, am Dienstag der dritten Woche sind wir schon mit allen Kartons ins Haus gefahren, somit ist auch die Küche schon bestückt. Die Woche haben die Kinder und ich dann auch schon im Haus gewohnt, der Weg war dann doch zu weit. Der Hausherr musste wieder arbeiten, hatte aber noch die Zeit alle Schränke in der Wohnung abzubauen und den Umzug vorzubereiten.
Im Haus ist schon nach wenigen Tagen ein bisschen Alltag eingekehrt, die Dusche funktioniert, die Badewanne auch, die Badezimmerschränke sind eingebaut. Der Herd ist eingeweiht, wir haben gefrühstückt und zu Abend gegessen. Die Müllabfuhr war schon da (Ist es verrückt, dass ich Skrupel habe meinen Müll in diese Tonnen zu entsorgen? Sie sind so neu und sauber). Sogar frisches Brot und Salz mit lecker Dip hat unsere bezaubernde Nachbarin vorbei gebracht. Die Post wird nachgesendet, die Zelte in der alten Heimat sind also nahezu abgebrochen. Dieses Wochenende kommt dann der Umzug mit allen Möbeln, dann wohnen wir alle richtig im neuen Heim.
Das Wohnzimmer ist schon okkupiert und voll funktionstüchtig mit schicken Möbeln. Man beachte den Tisch im Baustellenchic.

Das Esszimmer.

Unser Flur mit Laufsteg.

Der Traum vom Schlafzimmer, sogar ein schickes Bett gibt es schon.

Das Arbeitszimmer.

Ein Kinderzimmer, noch etwas leer, aber schon in Benutzung.

Auch das Badezimmer ist eingeweiht.


Sonntag, 16. Oktober 2016

DIY - Do it yourself

Die Eigenleistungen haben begonnen und damit auch der Countdown zum Einzug in drei Wochen. Das Ziel bis dahin ein Haus endgültig fertigzustellen ist sehr ehrgeizig, allerdings hoffen wir es zu schaffen.
An dieser Stelle nutze ich die Gelegenheit und bedanke mich von ganzem tiefstem Herzen bei unserer Familie und unseren tollen Freunden. Ihr macht das alles möglich. Danke!

Was bisher geschah:

1. Tag
Hausübergabe durch 4life und Start der Eigenleistungen
Abholung von OSB Platten für den Dachboden (Beginn des Verlegens der Platten)

2. Tag
Rest OSB Platten im Dachboden verlegt, sieht echt schön und total sauber aus. Der Stauraum ist auf jeden Fall gesichert, d.h. der Keller könnte schon in Teilen umziehen.
Das ganze Haus haben wir grundiert und im Wohnzimmer begonnen die Decke zu tapezieren und ein paar Übungsbahnen auch schon an die Wände gebracht.




3. Tag
Alle Decken im Erdgeschoss sind tapeziert und mit einer Nachtschicht hat der Hausherr auch noch das Wohnzimmer zu Ende tapeziert.

Fazit nach drei Tagen:
Mit einem tollen Team kann man wirklich viel schaffen.
Man braucht für Vliestapeten wirklich, wirklich viele und sehr scharfe Messer.
Tiefengrund macht fiese dunkle Flecken auf der Haut, die man nicht so einfach mit Wasser und Seife abbekommt.
Der grüne Zaubersaft aus der Werbung hält was er verspricht, nach einmaligem Genuss ist man von krank zu zwölf-Stunden-Schichten fähig. Allerdings kann man sich wohl auch einfach Flimms mit Paracetamol, Codein, Schlaftabletten und Schnupfenspray mischen, kommt aufs selbe raus.

3- 2- 1- unser!

Am Freitag dieser Woche ist die endgültige Hausübergabe durch Herrn Gulbins erfolgt, jetzt gehört das Haus also endlich ganz uns. Die TÜV Abnahme war unspektakulär, bei der Übergabe durch 4life konnte ich nicht einmal dabei sein. Der Champagner ist schon gekauft, eigentlich wollten wir ihn am Freitag trinken, allerdings war ich so krank, da macht es einfach keinen Spaß so teures Blubbelwasser zu trinken wenn der Kopf dröhnt und der Hals weh tut.
Ab jetzt starten die Eigenleistungen zur Fertigstellung.

Montag, 10. Oktober 2016

Happy Birthday!

Voller Stolz darf ich diesen Post schreiben, heute vor einem Jahr haben wir mit diesem Blog gestartet und der erste Post ging online. Ein Jahr, in dem ein ganzes Haus entstanden ist, in welchem wir zu "Experten" geworden sind und uns selber noch einmal ganz neu kennengelernt haben. Ein Hausbau ist ein Abenteuer und es ist noch lange nicht vollendet. ABER: ich bin so unendlich froh, dass wir uns getraut haben.
In den letzten Tagen habe ich viel mit einer Freundin geschrieben, die jetzt aus dem Ausland wieder zurück nach Deutschland kommt und hier mit Kind und Kegel kurzentschlossen ein Mehrgenerationenhaus gekauft hat. Wir haben uns über Ängste und Sorgen unterhalten, das viele Geld, die Unsicherheit, die Ungewissheit. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass wohl keiner davor gefeit ist. Dennoch, ich möchte keine Minuten missen, die Aufregung, die Freude und den Ärger. Es ist wieder ein bisschen so, als ob mein erneut ein Kind bekommt. Ganz neu, unbekannt und definitiv anders, als man erwartet.

Und weil es ein Geburtstagspost ist, gibt es natürlich auch einen Rundgang durch das (nahezu) fertige Häuschen.

Unser Eingang, sogar auch schon mit endgültiger Haustür. (Südseite)

Blick von Nordosten, Arbeitszimmer, Küche, Esszimmer und oben Arbeitszimmer 2 (von links nach rechts).

Blick von Norden, bzw. unserem zukünftigen Garten (Wohnzimmer, beide Kinderzimmer).

Westseite mit Fenster des kleinen Badezimmers, RCL und Fundamente der Garage (der Balken gehört zum Carport des Nachbargrundstücks).

Blick durch die Eingangstür in den Flur und die Tür zum Wohnzimmer.

Blick ins Arbeitszimmer 1 (vom Eingang aus rechts gelegen), das zukünftige Herren-/Gästezimmer des Bauherrn.

HWR (vom Eingang aus links gelegen) mit Heizungsanlage, Hausanschlüssen und zukünftig auch Waschmaschine, Trockner und Waschbecken. Raum für Wäsche, Vorrat und Schuhe, mein Laundry/Mudroom.

Klein, aber fein. Das kleine Badezimmer mit Dusche, Toilette, Waschbecken. Unser Raum für Gäste und zum ausweichen.

Blick vom Esszimmer in die zukünftige Küche, das Kabel liegt auf Höhe der Kochinsel/Abzughaube. 

Blick aus dem Wohnzimmer in den Essbereich/Küche.

Blick ins Wohnzimmer. Endlos viele Steckdosen für TV/Netzwerk.

Treppenhaus und Abstellraum unter der Treppe. Zukünftig für Getränke, evtl. Putzmittel, Jacken und Schuhe.




Das kleine Badezimmer mit fertiger Dusche und Waschbecken mit Unterschrank.






Und auch das große Badezimmer ist fast komplett (nur der Toilettendeckel fehlt). Die Mehrausgaben für die Spots haben sich definitiv gelohnt, das Licht ist prima. Nur der Duschkopf in der Dusche wird wahrscheinlich eher Monsun als Rainshower (dafür passt aber entgegen der Erwartungen auch der große Schwager drunter!)

Und weil es immer das Gleiche beim Hausbau ist wenn der Endspurt einsetzt, konnte ich den Post nicht am Freitag online gehen lassen. Dafür sind mittlerweile auch die Bäder nahezu vollständig, nur die Toiletten sind noch nicht komplett. Es sieht wirklich fein aus! Auch die Garage ist angeliefert, aufgestellt, an den Strom angeschlossen und abgedichtet. Es ist ein Segen, dass nun ein großer Raum zur Verfügung steht um alle Einkäufe und Materialien zu fassen. Und das Wochenende wurde genutzt, um die ersten Einkäufe zu machen.

1. 61 Liter Farbe haben den Wagen schnell und einfach tiefer gelegt.
2. Ein neues Bett für das eine Baufräulein und diverse Lampen bei IKEA (inkl. 21!!! LED Kerzen für diverse Lampen).
3. Weitere Lampen (2x Flur, 2x Flur Wand, Esszimmer, 4x Außenlampen, 4x Strahler 30W LED inkl. Bewegungsmelder, Badezimmerlampen). Ideen gibt es auch für den Gentlemansroom, aber ich bin nicht sicher, ob ich dafür vernünftige Retrolampen, allerdings in LED bekomme.
4. Jede (wirklich jede) Menge Kleinkram (Plane, Rollen, Pinsel, Flies etc., pp.)
5. Ein Kühlschrank für die Garage um Getränke zu kühlen, jetzt für die Arbeitsphase und natürlich auch für die diversen Grillabende, die ab jetzt folgen werden.
6. Badezimmerschränke zum Einbau. Leider hat der Fliesenleger den Kasten verkleinert, jetzt muss er die Fliesen abschleifen, sonst passen die Schränke nicht mehr (es fehlen in Breite und Höhe etwa 1cm).

Der neue Lagerraum.
Farbe an Bord.

Noch drei Tage bis zur TÜV Abnahme, vier bis zur endgültigen Übergabe. Wo ist jetzt das Emoji, das die Hände an den Kopf hält und hysterisch kreischt?

Zu Hause steigt der Chaosfaktor, die ersten Kartons sind gepackt, de Schränke leeren sich, dafür wird der Platz zum bewegen enger und die Kinder beschweren sich, weil ihr Zimmer sich leert. Die Küche hat sich halbiert (geschirrtechnisch) und ich entsorge und verschenke und verkaufe, was nicht ins Haus mit soll. Ein Umzug ist definitiv der richtige Moment um überflüssiges zu entsorgen.